Schollheimtag 2024 am 8. November 2024
Der Saal war gut gefüllt...
Letzte Absprachen
Von links nach rechts: Moetez Driouech, Multimediareferat. Ludger Deffa (eh. HR) und Cuichi Miess (HR)…
Einleitung
Joela ARAS (HR) begrüsste die Haupt-Referentin Frau Professor Dr, Nicole Bolleyer sowie alle Teilnehmer, die Heimleitung. Vereinsmitglieder, ehemalige Heimbewohner und alle Gäste zu dieser Veranstaltung.
Zur Einleitung spielte Julia Kowalczik (r.) am Klavier: „Von fremden Ländern und Menschen / Kinderszenen“ (Schumann)
Tätigkeitsbericht
Joela Aras übergab dann das Mikrophon an Cuichi Mies für den Tätigkeitsbericht:
Im Rahmen vom „Dok-Fest“ wurde ein Film angeschaut. Im Rahmen der Ringvorlesung „Umwelt“ der TU-München zusammen mit dem „AK-Wohnen“ wurde die Frage bearbeitet, warum wir uns das Wohnen in unseren Städten nicht mehr leisten können und mit einer Diskussionsrunde. abgeschlossen. Es folgte ein Opernbesuch („Die Fledermaus“) Abgeschlossen wurde der Dezember mit der Weihnachtsfeier der Tutoren und mit einer Spendenaktion über 150 € gesammelt und an die BahnhofsMission gespendet wurden.
Der Januar ging mit einer sehr guten Nachricht weiter mit einer „Demo gegen Rechts“ an der lt.Veranstalter 250.000 Menschen teilgenommen haben. Im Januar gab es weiter eine „offene Werkstatt“ zu Günther Fruhtrunk mit Besuch einer Ausstellung im Lenbachhaus..
Im Februar haben wir uns an der Gedenkfeier der „Weissen Rose“ beteiligt.
Im März fand ein Anti-Faschismus-Workshop statt.an dem wir uns gemeinsa, mit dem Bezirkvorstand der Jussos beteiligt haben. Es gab das Referats-Karoussel, bei dem sich die Referate vorstellen, es gab die „Schollheim-Hütte“ und am Ende einen Besuch des „Doku-Zentrums“.
Zum Geburtstag von Sophie Scholl am 09.Mai haben einige Schollis die Gräber besucht und am Friedhof „Perlacher Forst“ weiße Rosen an den Gräbern niedergelegt.. Vom Kulturreferat wurde der Besuch des Films „Democracie Noir“ veranstaltet, indem es u.a. über den Aufstieg von Orban in Ungarn geht.Es gab ein Gespräch über die „Cannabis-Legalisierung“ hier im Saal und zwei Politik-Talks zu den Europa-Wahlen mit Beteiligung der Parteien. Zu erwähnen wäre noch die Kultur-Hüttenfahrt und der Schauspiielkurs.
Im Juni gab es einen „Erste-Hilfe-Kurs“.Ferner gab es einen „Klassismumus-Workshop, außerdem einen Fotografie-Workshop. Das von den Tutoren organisierte „Schollheimfest“ haben viele besucht und ebenso das tolle Sommerfest.
Im Juli gab es eine Berlin-Fahrt und der Bundestag besucht inkl. einer kleinen Kulturreise durch Berlin.
Im August ging es dann weiter mit einer Malaktion. Ein Buchclub wurde ins Leben gerufen, Außerdem wurde die Sonderausstellung zu rechtsextremer Gewalt besucht. Dann wurde eingeladen zu einem Film über die Banaltät des Bösen, wo es um die Familie des Kommandanten des Vernichtungslager Auschwitz geht.
Im Oktober gab es das „Scholloberfest“, es gab die Städtefahrt nach Brünn- wie jedes Semester - das Referatskaroussel, ferner hier im Saal eine Ausstellung über Max Mannheimer und ein workshop mit Rundgang, der die postko, die all das möglich gemacht
haben kolonialen Spuren in München aufgearbeitet hat.
Wir wollen uns bei allen bedanken, die all das möglich gemacht haben. Es war ein wunderbares Jahr an dem sich viele von Euch selbst beteilgt haben und ich glaube, Ihr dürft Euch daher selber
applaudieren! (Beifall).
Rede der Vorstandsvorsitzenden Frau Barbara Likus
Das Wort erhielt dann die Vorstandsvorsitzende des Vereins „Studentenwohnheim Geschwister Scholl e.V.“ Barbara Likus:
Ich darf als Vorstandsvorsitzende das erste Mal hier sprechen und möchte daher „Danke“ sagen, zu aller erst beim Heimrat weil einen „Schollheimtag“ zu organisieren ein ziemlicher Aufwand ist.
Natürlich auch den Mitarbeitern des Schollheims, weil kein solcher Tag möglich wäre ohne Eure Arbeit mit einem Winke-Winke in die Ecke dahinten ! (Starker Beifall)
Als wir angefangen haben, über den „Schollheimtag“ nachzudenken, habe ich nicht gedacht, dass das Thema „Zivilgesellschaft“ so aktuell werden könnte! Als Kommunalpolitikerin möchte ich dazu nur folgendes sagen: Es gibt in diesem Land Kräfte, die dieses Land spalten möchten. Das würde in München gar nicht funktionieren. Wr haben in dieser Stadt insgesamt knapp 50% Menschen mit Migrationshintergrund, die in dieser Stadt wohnen. Wenn wir die alle wegschicken würden, was würden wir dann hier machen? Allen, die fragen, wie soll das funktionieren sage ich schaut Euch diese Stadt an! Hier sind schon viele Sachen auch schwierig: Wenn die kommunalen Finanzen eng werden es an vielen Stellen auch für die Bevölkerung eng wird.
Aber, was wir hier schon seit vielen Jahren hinbekommen, nämlich dass Menschen mit unterschiedlichen Religionen und unterschiedlicher Herkunft miteinander leben und wir das ganz gut hinkriegen. Auch die Herkunft der Schollheimer zeigt eine ziemliche Vielfalt. Wir als Zivilgesellschaft in München zeigen das schon seit vielen Jahren, dass das funktionieren kann.Wenn uns das in der Stadt in ähnlicher Form gelingt wie es hier im Schollheim läuft dann wäre ich voll zufrieden! (starker Beifall).
Begrüßung von Frau Dr. Nicole Bolleyer
Die Vorsitzende des Vereins Studentenwohnheim Geschwister Scholl e.V. , Barbara Likus rief den Haupttagesordnungspunkt des Schollheimtags 2024 auf:
Vortrag: Zivilgesellschaft in Deutschland - Immer gut ?
Vortrag von Frau Professor Dr. Nicole Bolleyer, Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft am Geschwister-Scholl-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität, München
Thema: Zivilgesellschaft in Deutschland - Immer gut ?
Frau Bolleyer bedankte sich für die Einladung und verwies auf ein Thema, das die Öffentlichkeit bereits beschäftigt hat - sowohl in Deutschland als auch in den USA - d.h. dass in der Zivilgesellschaft auch nicht-demokratische, illiberale Werte vertreten werden und auch dafür mobilisiert wird, was eine Herausforderung für die Demokratie darstellt. Dabei stellt sich die Frage: Was erwarten wir vom Staat ? Und was unternimmt er dagegen? , Wenn wir das überhaupt erwarten....
Zum Vortrag geht es [hier]
Aufmerksame Zuhörer beim Vortrag
Ende des Abends
Die Veranstaltung wurde musikalisch eingeleitet, begleitet und beendet mit insgesamt vier Klavierstücken von Schumann, Debussy, Chopin und Mussorgsky...
Gesang : Viktoria Matt
Am Klavier: Julia Kowalczik